| Unsere Hunde |
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Ben kam mit rund 9 Monaten ins Tierheim und war dann 6 Jahre dort eingesperrt. Leider hat man versäumt, mit dem damals noch jungen Hund zu arbeiten und so zeigten sich im Lauf der Jahre die typischen Verhaltensweisen von Zwingerhunden. Ben gehört mit zu den Hunden, die im Tierheim wohl am meisten verkannt wurden. Wir mussten sogar eine zusätzliche Unterschrift dafür leisten, dass wir uns der Gefahren, die von diesem Hund ausgehen würden, bewusst sind. Nun, Ben lebt seit April 2005 in unserer Familie, zusammen mit unserem Sohn, unseren Katzen und mittlerweile zwei weiteren Hunden. Er geniesst die Spaziergänge mit Freunden und deren Hunden, lernt allerlei Kunststückchen und hat noch keiner Menschenseele etwas zuleide getan. Er hat gelernt, ihm unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen und weiß, daß er sich immer hinter uns stellen kann. Und er lernt täglich weiter dazu... Tessa trat Stevies Nachfolge im Oktober 2005 an. Die damals achtjährige Hündin musste ihre Familie, bei der sie von Welpenalter an gelebt hatte, verlassen, weil sie die Balkontüren im Haus zerstört hatte. Schnell fanden wir heraus, was das Problem von Tessa war. Sie hatte fürchterliche Angst vor Gewittern und Schüssen und in ihrer Panik hat sie dann Zuflucht gesucht. Mittlerweile konnten wir die Angst vor Schüssen weitestgehend abbauen, die Angst vor Gewitter ist aber immer noch vorhanden, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm. Tessa ist absolut verschmust, wenn sie jemanden kennt, Fremden gegenüber ist sie aber sehr mißtrauisch. Insbesondere wenn Fremde an die Grundstücksgrenze kommen, schlägt ihr rassebedingter Schutzinstinkt voll durch und sie bewacht Haus und Familie mit vollem Einsatz. Emily hat das Schicksal zu uns gebracht, denn eigentlich wollte mein Mann partout keinen dritten Hund. Bei einer unserer Hunderunden lief uns die kleine Pudel-Terrier-Mix-Dame 2007 zu und schlich sofort in unser aller Herz. Wir konnten zwar die Vorbesitzerin der Hündin nach einigen Tagen noch ausfindig machen, die legte aber keinen besonderen Wert darauf, den Hund zurückzuerhalten und so blieb Emily in unserer Familie. Emily hat sich sofort in den Familienverbund eingefügt und wird auch von Ben und Tessa ohne Probleme akzeptiert. Sie orientiert sich stark an den beiden "Großen" und ist unheimlich schnell im Lernverhalten. Und nicht zuletzt ist sie endlich auch ein Hund für unseren Sohn, der mit ihr spielen und knuddeln kann. Nachtrag: Emily hat es auch geschafft, Ben zum Spielen zu animieren. Jetzt wissen wir auch, warum es so wichtig war, dass sie uns zulief. Stevie ist nur noch in unserem Herzen bei uns. Er saß lange Zeit in Tierheimen, zunächst in Italien, dann bei den Tierfreunden Niederbayern. Niemand wollte ihn haben, weil er halbblind und taub war und zudem einen großen Tumor mit sich trug. Als wir endlich unser eigenes Haus bezogen und Ben zu uns nahmen, holten wir unseren Patenhund Stevie mit dazu. Er war ein wunderbar verschmuster Hund, der aber auch starke Trennungsangst hatte und einem ständig im Haus hinterherlief. Beim Spaziergang dagegen schlug sein Jagdtrieb voll durch und er kümmerte sich kaum um den Menschen, der am anderen Ende der Leine war. Leider mussten wir Stevie im Oktober 2005 von uns gehen lassen, der inoperable Tumor hatte gesiegt. Stevie wird immer in unserem Herzen bleiben, er war ein tapferer Hund, der trotz der Schmerzen, die er zweifellos haben musste, immer freundlich war.
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