Da ist sie nun unser Hund Nummer 4. Die Walküre Brummhilde. Wir haben uns lange gegen sie gewehrt - hatten aber Gott sei Dank keine Chance. Shulam saß ganz viele Jahre in Ungarn in dem Tierheim dass wir mit den Pflegepfoten unterstützt haben. Nachdem Julia - die Leiterin des Tierheimes - Anfang 2016 geschrieben hatte, sie muss das Tierheim schließen und versucht die Hunde noch zu vermitteln, war für mich klar, diese liebe Herdenschutzhundhündin kann ich nicht dort untern lassen. Also habe ich versucht eine Pflegestelle zu finden damit sie nach Deutschland kommen kann. Alle Optionen lösten sich aber immer wieder im nichts auf. Also haben mein Mann und ich irgendwann beschlossen sie zu uns in Pflege zu nehmen. Es stellte sich heraus, daß sie relativ krank war und so war schnell klar, daß sie einige Zeit bei uns zur Pflege bleiben würde. Tja und was soll ich sagen, Shulam, Louis und irgendwer weiter oben haben mit Hochdruck daran gearbeitet, daß Shulam bleiben kann.....  die beiden sind ein Dreamteam, lieben und verstehen sich sehr gut und es gab nur wenig Interessenten. Obwohl man es kaum glauben kann, war diese Maus trotz ihrer Größe und den 52 kg Gewicht von Anfang an um einiges weniger anstregende als unsere vorherige Pflegehündin, (20 cm und 5 kg!). Shulam macht alles richtig......  also war ja irgenwann klar, daß wir einknicken :-). Was für uns bedeutet, daß wir seit März 2016 nun 4 supertolle, nette, verträgliche, unproblematische, brave usw. Hunde haben, sehr zur Freude meines Mannes, der ja eigentlich schon keinen 3. Hund haben wollte ;-).

Nachdem nun die Herzwürmer, Anaplasmose und Babesiose behandelt sind merkt man erst, wie sehr sie die ganzen Erkrankungen davor mitgenommen haben. Shulam hat im Anschluß daran ihr komplettes Fell gewechselt und sah zwischendrin wie ein kleines Borstenvieh aus :-) Nun kommt das Fell neu nach und wird bestimmt viel schöner als das vorherige.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meinen ganzen lieben Superkunden, die mit Spenden Shulams Behandlung unterstützt haben ganz herzlich bedanken. Ohne euch hätten wir das nicht stemmen können. Vielen, vielen Dank dafür!!! Ihr seid die Besten.

shulam 

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Darf ich vostellen: 

Louis - unser Hofnarr - ist seit Oktober 2013 bei uns. Er kommt von den Pflegepfoten und ist bei uns gelandet, weil ihn die eigentlichen Adoptanten nicht behalten wollten solange er Giardien hat. Wir sollten ihn gesund machen und dann würden sie ihn wieder nehmen sagten sie. Gesund gemacht haben wir ihn, gekriegt haben die Menschen ihn nicht mehr. Zuerst hab ich mich sehr geärgert, nach kurzer Zeit war ich den Leuten aber sehr dankbar. Da ich ja immer gerne Hunde zu uns nehme, die keine große Vermittlungschance haben, hätte ich mir sonst niemals diesen Hund ausgesucht. Denn jeder der ihn kennen lernt muss begeistert von ihm sein. Er ist so ein freundlicher, netter, gut gelaunter, unproblematischer Hund - ein Traum.

Vielen Dank!!!!

Es hat etwas länger gedauert, bis wir wieder einen dritten Hund hatten. Aber seit Ostern 2012 ist Jazz, geb. 2005, bei uns eingezogen. Er liebt alles und jeden und kann es gar nicht verstehen, wenn ein anderer Hund nicht mit ihm spielen will. 

Am 02.11.2017 hat uns Jazz für immer verlassen. Ich stelle gerade fest, dass wir nur sehr wenig Text über Jazz hier stehen hatten und das wird diesem tollen Hund, mit dem wir über 5 Jahre zusammenleben durften, wirklich nicht gerecht. Andererseits lässt sich gar nicht in Worte fassen, was für einen herzensguten und treuen Weggefährten wir mit Jazz hatten. 

Mach es gut Jazz.

Jazz

Emily hat das Schicksal zu uns gebracht, denn eigentlich wollte mein Mann partout keinen dritten Hund. Bei einer unserer Hunderunden lief uns die kleine Pudel-Terrier-Mix-Dame 2007 zu und schlich sofort in unser aller Herz. Wir konnten zwar die Vorbesitzerin der Hündin nach einigen Tagen noch ausfindig machen, die legte aber keinen besonderen Wert darauf, den Hund zurückzuerhalten und so blieb Emily in unserer Familie.

Emily hat sich sofort in den Familienverbund eingefügt und wird auch von Ben und Tessa ohne Probleme akzeptiert. Sie orientiert sich stark an den beiden \"Großen\" und ist unheimlich schnell im Lernverhalten. Und nicht zuletzt ist sie endlich auch ein Hund für unseren Sohn, der mit ihr spielen und knuddeln kann.

Nachtrag: Emily hat es auch geschafft, Ben zum Spielen zu animieren. Jetzt wissen wir auch, warum es so wichtig war, dass sie uns zulief.

Wobei ihr das in keinster Weise gerecht wird. Sie ist nicht nur wegen Ben gekommen. Ohne meine Prinzessin gäbe es so gut wie keinen der angebotenen Kurse und sie lehrt mich -auch heute noch- Neues und überrascht mich.

Emily

Charlie

Charlie, geb. 2002, ist nach Tessas Tod im Juni 2011 zu uns gekommen. Auch er hat viele Jahre (2004 - 2011) in einem Tierheim verbracht und ist dementsprechend unsicher. Zum Glück ist er sehr neugierig und diese Neugier obsiegt dann doch immer öfter der Unsicherheit.

Wir sind uns absolut sicher, dass aus ihm ein supertoller Hund werden wird, wenn er sich erstmal auf sein neues Leben eingestellt hat.

Es wurde ein supertoller Hund aus ihm, auch wenn er durchaus seine Macken hatte - was ja bei der Vorgeschichte auch kein Wunder wäre.

Am 23. Januar 2014 ist unser Charlie überraschend gestorben. Wir hoffen sehr, dass er die Zeit bei uns genossen hat und wir ihm ein schönes Leben ermöglicht haben. Wir freuen uns dich später wieder zu treffen - vielleicht ohne Phsychose ;-).

Schmittchen Schleicher schleicht nicht mehr.

 

Ben

Ben kam mit rund 9 Monaten ins Tierheim und war dann 6 Jahre dort eingesperrt. Leider hat man versäumt, mit dem damals noch jungen Hund zu arbeiten und so zeigten sich im Lauf der Jahre die typischen Verhaltensweisen von Zwingerhunden. Ben gehört mit zu den Hunden, die im Tierheim wohl am meisten verkannt wurden. Wir mussten sogar eine zusätzliche Unterschrift dafür leisten, dass wir uns der Gefahren, die von diesem Hund ausgehen würden, bewusst sind.

Nun, Ben lebt seit April 2005 in unserer Familie, zusammen mit unserem Sohn, unseren Katzen und mittlerweile zwei weiteren Hunden. Er geniesst die Spaziergänge mit Freunden und deren Hunden, lernt allerlei Kunststückchen und hat noch keiner Menschenseele etwas zuleide getan. Er hat gelernt, ihm unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen und weiß, daß er sich immer hinter uns stellen kann. Und er lernt täglich weiter dazu...

Am 08. September 2011 hat das Herz unseres braunen Bären für immer zu schlagen aufgehört. Wir sehen als großes Privileg an, einen so tollen Hund bei uns gehabt haben zu dürfen. Er hat uns viel beigebracht, vermutlich noch mehr als wir ihm, und hat uns gezeigt, dass unser Weg richtig ist.

Ben wird in unserem Herzen immer bei uns sein.

 

 

Tessa trat Stevies Nachfolge im Oktober 2005 an. Die damals achtjährige Hündin musste ihre Familie, bei der sie von Welpenalter an gelebt hatte, verlassen, weil sie die Balkontüren im Haus zerstört hatte.

Schnell fanden wir heraus, was das Problem von Tessa war. Sie hatte fürchterliche Angst vor Gewittern und Schüssen und in ihrer Panik hat sie dann Zuflucht gesucht. Mittlerweile konnten wir die Angst vor Schüssen weitestgehend abbauen, die Angst vor Gewitter ist aber immer noch vorhanden, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm.

Tessa ist absolut verschmust, wenn sie jemanden kennt, Fremden gegenüber ist sie aber sehr mißtrauisch. Insbesondere wenn Fremde an die Grundstücksgrenze kommen, schlägt ihr rassebedingter Schutzinstinkt voll durch und sie bewacht Haus und Familie mit vollem Einsatz.

Unsere "Große", das "Eselchen",  ist am 22. Juni 2011 gestorben, wir werden Sie nie vergessen!!

Niemand mehr.......

...der sich genau in dem Moment im Türrahmen umdreht, wenn man vorbeigehen will

...der immer im Weg liegt und nicht versteht, was das Kommando "zur Seite" bedeutet

...der mit großen Kulleraugen die Türe beobachtet aus der das Futter kommt und dann im Weg rumhoppelt, bis es auf dem Boden steht

...der herzerweichend jammert, weil dass Futter immer noch nicht da ist

wie still es bei uns ist und wie groß unsere Küche plötzlich ist...................

Tessa

Stevie

Stevie ist nur noch in unserem Herzen bei uns. Er saß lange Zeit in Tierheimen, zunächst in Italien, dann bei den Tierfreunden Niederbayern. Niemand wollte ihn haben, weil er halbblind und taub war und zudem einen großen Tumor mit sich trug. Als wir im April 2005 endlich unser eigenes Haus bezogen und Ben zu uns nahmen, holten wir unseren Patenhund Stevie mit dazu.

Er war ein wunderbar verschmuster Hund, der aber auch starke Trennungsangst hatte und einem ständig im Haus hinterherlief. Beim Spaziergang dagegen schlug sein Jagdtrieb voll durch und er kümmerte sich kaum um den Menschen, der am anderen Ende der Leine war. Leider mussten wir Stevie im Oktober 2005 von uns gehen lassen, der inoperable Tumor hatte gesiegt. Stevie wird immer in unserem Herzen bleiben, er war ein tapferer Hund, der trotz der Schmerzen, die er zweifellos haben musste, immer freundlich war.

 



 

Tessa-Ben-Emily